Team Nord-Süd-Fahrt

Allgäu-Orient-Rallye 2016

Kategorie: Allgemein (Seite 1 von 4)

Erste Autos

Hier eine erste Runde Bilder. Unser Team konzentriert sich im Moment auf den Fuhrpark, denn ohne Autos fährt es sich schlecht auf einer Rallye. Das heißt, täglich die einschlägigen Gebrauchtwagenbörsen durchforsten, die wenigen Treffer bewerten und hin und wieder durch die Lande zu fahren um sich ein Auto aus der Nähe anzugucken.

Wagen Nummer 1 haben wir mit frischer TÜV-Plakette gekauft. Wagen Nummer 2 leider ohne. Weshalb es nach der Überführung erst einmal zum Freundlichen auf die Hebebühne ging, wo fachgerecht an der Karosse rumgebraten wurde. Zwar nicht mit der Liebe mit der ein Oldtimer restauriert wird, dafür aber TÜV-gerecht. Und darauf kommt es an.

An der Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an Felix Engelhardt, der uns seine Zeit, seine Werkstatt und sein Know-How zu Verfügung gestellt hat.

An_d_Tankstelle

Unser erster. Mit TÜV und passendem Nummernschild: Bonn-Allgäu-Orient | Startplatz 17 | Wagen 1

Vor_d_Wohnung

In der Reihenfolge an dieser Stelle: fehlender Wischwasserbehälter, Rost, Loch, Blech, TÜV

In der Reihenfolge an dieser Stelle: fehlender Wischwasserbehälter, Rost, Loch, Blech, TÜV

Merke: Ist das Diff feucht, ist noch Öl drinnen & das ist gut so

Merke: Ist das Diff feucht, ist noch Öl drinnen & das ist gut so

Unser zweiter W124 mit Stern & in Blau.

Unser zweiter W124 mit Stern & in Blau.

Motivation

„Es hemmt die Lebensfreude, schon ans Ankommen zu denken, während man noch läuft“

124 Tage. So lautet unser Countdown bis zum großen Start am 30. April 2016. Irgendwie noch so weit weg, aber eigentlich schon ganz nah. Und irgendwie so unwirklich, aber eigentlich total genial. Noch 124 Tage, dann treten wir sechs eine Fahrt an, bei deren Namen jeder erstmal stutzt: Die Allgäu-Orient-Rallye.
Vom Allgäu bis in den Iran. So lautet unsere grobe Route. Hinbringen werden uns, und das hoffentlich bis zum Schluss, drei alte Mercedes Benz. So weit, so gut. Total verrückt? Ja! Aber ist es denn so falsch verrückt zu sein? Die dringlichste Frage ist wohl das Warum. Was bringt sechs junge Menschen dazu, sich für drei Wochen auf so eine Fahrt einzulassen? Geschlafen wird in den Autos oder Zelten, gegessen wird draußen und mindestens acht Stunden Auto fahren täglich gibt es gratis dazu. Anders lassen sich die vor uns liegenden 7000 km nicht bewältigen. Ein Abenteuer, keine Frage. Aber eines das viel mehr zu bieten hat, als den berühmten „Kick“ für einen einzelnen Moment. Der etwas andere Urlaub. Auch so lässt sich unser Vorhaben beschreiben. Jedoch mit Betonung auf „etwas anders“. Aufgrund der durch die Rallye vorgegebenen Regeln und zu erfüllenden Aufgaben, warten nicht nur besondere Landschaften und interessante Städte auf uns, sondern viel mehr noch der direkte Kontakt zu den Menschen vor Ort und ihrer Kultur. Wir werden am Ende eines jeden Tages nicht in irgendeinem hergerichteten Hotel verschwinden, sondern das jeweilige Land so erleben wie es ist. Am Tag, am Abend und in der Nacht. Und auch dann, wenn uns der Sinn gerade mal nicht nach einer fremden, sondern, und sei es nur für einen kurzen Moment, nach der eigenen Kultur steht. Nach der Gewohnheit. Und genau dann wird es spannend. Für uns selbst und auch für unser Miteinander im Team.
So vielseitig sich die vor uns liegende Strecke präsentiert, so vielseitig sind auch die an uns gestellten Aufgaben. So fürchtet sich jetzt schon so manches Team-Mitglied vor dem Moment, wenn in einer unserer Zielorte ein Instrument gezückt und uns eine musikalische Einlage abverlangt wird. Andere sind bereits mit den Gedanken bei möglichen Geschenken an Schulkinder, denen wir bald prall gefüllte Rucksäcke überreichen wollen. Und wieder anderen huscht doch jedes Mal ein Grinsen über das Gesicht, beim Gedanken an den Preis für das Gewinnerteam: ein echtes Kamel! Das jedoch im Endeffekt den Iranern zu gute kommen wird.
Doch so verrückt die ein oder andere Aufgabe auch zunächst scheinen mag, eines wird uns immer wieder bewusst: Wir werden ganz nah dran sein. An den Menschen. An ihrem Leben und an ihrem Blick auf diese Welt. Und genau das wird auch unseren Blickwinkel verändern. Denn die von uns angesteuerten Länder gehören nicht gerade zu den klassischen Urlaubsregionen. Im Gegenteil, viele begegnen ihnen gerade wohl mit gemischten Gefühlen, einer Abwehrhaltung und Gefahren, die es zu meiden gilt. Und genau an diesem Punkt kommt wohl jeder von uns an seine ganz persönliche Reisemotivation. Nämlich diesen Teil der Erde mit eigenen Augen zu sehen, sich ein eigenes Bild machen. Und am Ende ganz bestimmt die Entdeckung, dass jene Länder so viel mehr zu bieten haben, als das was unsere manchmal doch zu voreilig getroffene Perspektive uns vorgaukelt. Somit dienen die vor uns liegenden 7000 km vor allem der eigenen Horizonterweiterung. Sie dienen nicht nur der Tour selber, sondern hoffentlich auch unserem Weg danach.
Und so wollen wir für drei Wochen nicht unsere Lebensfreude hemmen, nicht ans Ankommen denken oder an eine gute Platzierung, sondern das FAHREN genießen. Das „am Laufen sein“. Ob wir schon realisiert haben was wir bald erleben? Wer weiß. Aber dafür bleiben uns ja noch 124 Tage Zeit…

Instandsetzung

Man merkt den Autos ihr Alter immer wieder an. Einige Dinge funktionieren gar nicht mehr oder nur noch ein wenig. Etwa die Niveauregulierung, die das beladene Auto wieder anhebt. Das ist teils auf die mangelhafte Pflege, oder einfach das Alter und den Verschleiß zurückzuführen. Gerne würde man alles tauschen, nachfüllen oder neu lackieren. Daran hindert dann der Blick auf das Budget und die Zeit, die uns bis zur Abfahrt noch bleibt. Auch gilt es immer im Hinterkopf zu behalten, dass die Autos nicht wieder zurückkommen. Trotzdem müssen die Autos die anspruchsvolle Reise sicher überstehen. Das führt mitunter zu originellen und kreativen Lösungen. Wenn sich dann das schlechte Gewissen meldet und meint: „das geht aber auch schöner“, dann gibt es dafür eine Reihe passender Merksätze:

  • Der Zweck heiligt die Mittel.
  • Das ist so immerhin besser als vorher.
  • Für die Fahrt wirds reichen.
  • Bevor wir das entdeckt haben sind die Autos auch schon gerollt.
  • Wenn du jetzt mit dem Schraubendreher nicht weiter stocherst, dann bleibt der Rost unterm Lack!

Auch wenn sich das jetzt grob fahrlässig anhört, bitten wir zu bedenken, dass die Autos alle eine gültige (z.T. sogar frische) Hauptuntersuchung haben und die Instandsetzung von fachkundigem Personal mit professioneller Ausrüstung ausgeführt wird. Schliesslich ist uns unsere Sicherheit sehr wichtig. Und kaputte Autos können auch kein Kamel gewinnen. Noch dazu machen sie niemandem mehr eine Freude bzw. nützen noch etwas.

Und aus Prinzip können gewisse Dingen mit solch edlen Autos nicht gemacht werden.
Und aus Prinzip dürfen gewisse Dinge bei solch edlen Autos nicht so bleiben.

Wer sich sorgt, oder gerne mal Dinge sehen möchte die man so noch nicht gesehen hat, darf sich unsere Autos gerne jederzeit angucken.

Noch acht Wochen

„Noch acht Wochen.“ Mit diesen Worten begrüßt mich mein Mitbewohner, hier besser bekannt als der Teamchef, am Abend in unserer Küche. Und dabei hat er ein Grinsen auf seinem Gesicht, wie es nur jemand haben kann der weiß, dass er in wenigen Wochen den Startschuss der Allgäu-Orient-Rallye hören wird. Und vielleicht auch ein ganz bisschen weil er weiß, dass er dabei in einem Mercedes sitzen wird…

Acht Wochen. Wo sind die 124 Tage hin? Seit das neue Jahr begonnen hat rast die Zeit. Jetzt ist es nicht mehr nur ein Abenteuer im nächsten Jahr, sondern ein Vorhaben, das nach wie vor Planung und Arbeit verlangt. Nicht gerade selten kehren die tapferen Männer unseres Teams erst spät in der Dunkelheit von unserem Freund und Helfer Felix zurück, weil selbst der Untergang der Sonne sie nicht daran hindern konnte an den Autos zu schrauben. Und so manches Teamtreffen liegt zurück, während denen der Verbrauch an Zeit mindestens so hoch war wie der an Tee, Brötchen und Süßigkeiten.

Nicht immer läuft alles wie wir es am Liebsten hätten. Gerade das Thema des Sponsorings lehrt uns Rückschläge einstecken zu können. Aber wir lassen uns das Fahren nicht verbieten! Und wenn dann ein weiteres Team Mitglied zum stolzen Mercedes Besitzer wird und das Leuchten in den Augen noch größer- dann scheinen die acht Wochen beinah zu lang…

Vortreffen

Letztes Wochenende ist eine Delegation unseres Teams in Wagen Nr. 2 gestiegen und nach Oberstaufen gerollt. 7 h dauerte die Fahrt in den letzten Winkel vom Allgäu. Grund der Reise war keine spontan entladene Reiselust, sondern das Vortreffen zur Rallye. Das OK (OrganisationsKomitee) hatte alle Teams eingeladen sich vorzustellen, sich kennenzulernen und angekündigt Infos zu verteilen. Nach der langen Fahrt guckten wir uns die Festhalle in Oberstaufen-Steibis an (der Veranstaltungsort) und freuten uns auf das verdiente Bier und was zu Essen. Essen und Bier gab es auch. Das freute uns sehr. Was es noch gab war eine Après-ski Party, inklusive Entertainer-DJ und Go-Go-Girls die auf den Tischen tanzten. Das gefiel uns nicht so sehr und schnell bemerkten wir den Fehler: Wir waren noch zu früh dran. Das Programm hatte noch nichts mit dem Vortreffen zu tun. Nach den Essen und dem Kulturschock ergriffen wir die Flucht nach draußen. Wir guckten uns kurz die Autos der Konkurrenz an. Bauten dann unsere Zelte für die Nacht auf und knüpften ersten Kontakt zu den Nachbarn. Gegen 18:30 steuerten wir wieder die Festhalle an. Jetzt sollte es mit den Teampräsentationen los gehen. Das alles in der stilecht geschmückten Halle: röhrende Elche an den Wänden, Hopfengirlanden an der Decke und rustikale Bierganituren. Nach etwas Durcheinander und kleineren technischen Problemen konnte es dann losgehen. Wir wurden begrüßt, die Rennleitung stellte sich vor. Dann durften sich die Rallyeteams vorstellen – in der Reihenfolge first come – first serve. Mit einer (wirklich sehr kurzen) Präsentation fing das schnellste Team (nämlich wir) an. Der Auftritt war nicht sehr witzig oder beeindruckend, dafür schnell vorbei. Einer muss ja den Anfang machen. Bei den folgenden Präsentationen stellte sich heraus, dass die Lautsprecher ihrem Job nur zum Teil erfüllten und dass die Konkurrenz sehr durchwachsen ist. Die Herangehensweise und Motivation ging von gnadenlosem Gewinnstreben bis zu Dabeiseinistalles. Leider stellten sich nicht alle Teams vor. Auch waren die Bühnenauftritte nicht immer kongruent zum tatsächlichen Erscheinen. So wirkten die alten Hasen, die schon einmal bei der Rallye mitgefahren sind, eher zurückhaltend und bescheiden. Die neuen Teams hingegen gaben sich kämpferisch und siegessicher. Ich bin auf die Piste gespannt, wo sich die Spreu bekanntlich vom Weizen trennen wird.

Der Informationsgehalt war leider viel geringer als ich das erhofft hatte. Bedingt durch die große Menge Leute und die schlechte Akustik. Viele Fragen bleiben offen oder ließen sich besser in kleiner Runde klären.

Neu für uns war die Streckenführung: Nach Istanbul geht es entlang am Schwarzen Meer nach Georgien und danach wieder zurück nach Westen ans Mittelmeer. Da es keine Wüstenstrecke in der Türkei gibt wird es ein Offroad-Geschwindigkeitsrennen auf einem Salzsee geben. Zu den Highlights gehört auch die Durchquerung des zweitgrößten Canyons der Welt. Ebenfalls in der Türkei. Eine weitere Aufgabe wird es sein am Berg Ararat die Landungsstelle der Arche Noah zu finden.

Nach der Zieleinfahrt als erster Platz am 19.04 geht es mit einer Türkish Airlines Maschine nach Istanbul und von dort zum Zielflughafen unserer Wahl in Deutschland.

Anfahrt

Hallo zusammen, das hier ist wohl der erste Eintrag.

Hiermit heißen wir euch herzlich willkommen. Guckt euch um. Wir hoffen euch gefällts.

Vielleicht zuerst in paar Infos, worum es hier geht. Das ist der offizielle Blog des Rallyeteams Nord-Süd-Fahrt. Wir starten  im Mai 2016 auf dem Platz 17 der Allgäu-Orient-Rallye. Die Route führt uns von Oberstaufen bis in den Iran.

Die vielen Kilometer fahren wir mit drei gut eingefahrenen Mercedes Kombi aus den 90er Jahren. Für Kenner: W124er 250 TD

Bei der poor-man-Rallye handelt es sich primär nicht um ein Rennen auf Zeit. Vielmehr gilt es unterwegs Aufgaben zu erfüllen und die gebotenen Regeln einzuhalten. Wie z.B. das Fahrverbot auf Autobahnen und die Streckenfindung ohne Navi.
Trotzdem wird es ein Siegerteam geben, welches mit einem Kamel belohnt wird. Leider ist es fast unmöglich so ein Tier in die Heimat mitzunehmen und stolz in seinem Vorgarten grasen zu lassen, weshalb das Tier aus Tradition im Nahen Osten verbleibt und verschenkt wird. Das trifft auch auf die gebrauchten Fahrzeuge zu. Die alten Autos bleiben ebenfalls da und genießen ihre Reinkarnation. In diesem Fall werden sie wohl dem roten Halbmond zugutekommen, der das Geld bestimmt gut gebrauchen kann.
Das sollte fürs erste reichen. Bestimmt kommt bald mehr.
Das Team Nord-Süd-Fahrt

Wir kommen auf den Marktplatz!

„Der Countdown läuft.“
Ein Satz der uns allen in letzter Zeit sicher häufig durch den Kopf gegangen ist. Noch zwei Wochen, dann ist Abfahrt. Unglaublich. Vor mehreren Wochen habe ich uns schon irgendwo im Nirgendwo stehen sehen- jetzt, so kurz vor dem Start, erscheint es unwirklicher denn je.

Was wäre in so einer Situation besser geeignet, als eine offizielle Präsentation unseres coolen Teams vor den Bonnern? So dass nicht nur ihr, sondern auch wir selber realisieren, was hier gerade passiert! Und so sympathisch wie wir alle auf unseren Profilfotos aussehen, könnt ihr es sicher kaum erwarten uns mal persönlich kennen zu lernen 😉

Also, helft uns zu realisieren!
Kommt am Freitag, den 22. April um 14:30 auf den Bonner Marktplatz! Unsere drei Kamele werden vor dem Alten Rathaus kaum zu übersehen sein. Der freundliche Bürgermeister Reinhard Limbach wird uns die Hand schütteln. Seid dabei wenn das erste Zeichen des Friedens gesetzt wird, indem der Herr Limbach uns die drei Rosenstöcke übergibt, die wir mit auf unser großes Abenteuer nehmen und unterwegs in drei Friedensgärten einpflanzen.
Für Presse ist natürlich auch gesorgt, schließlich sind wir DAS Bonner Team!
Und da unsere Kamele viel Zuneigung gewöhnt sind, dürft ihr euch mit kleinen Botschaften auf ihnen verewigen.

Ihr könnt zugucken, uns zu jubeln oder einfach das charmante Lächeln des Teamchefs bewundern- es lohnt sich auf alle Fälle mal vorbei zu schauen um halb drei…
Wir freuen uns auf euch!

Euer Team Nord-Süd-Fahrt

Wir waren auf dem Marktplatz!

Unser Auftritt auf dem Marktplatz war eine spaßige Aktion. Das Wetter war gut, die Stimmung gut. Vielen Dank für eure Unterstützung und die netten Wünsche.
Ein besonderes Dankeschön geht an den Bezirksbürgermeister Reinhard Limbach & sein Büro. Für die Übergabe der Rosenstöcke und das ermöglichen des Events.

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Ein Dankeschön an die Bonner

Am vergangenen Freitag war es so weit! Unser Team Nord-Süd-Fahrt präsentierte sich für 45 Minuten mit allen drei Kamelen auf dem Bonner Marktplatz vor dem Alten Rathaus. Und es waren verdammt schnelle 45 Minuten, denn wie das so ist in solchen Situationen, man kann gar nicht so schnell erfassen was in dem Moment alles passiert.
Zum aller ersten Mal fuhren unsere drei Kamele im Konvoi (der jedoch dem Stadtverkehr nicht standhalten konnte) durch das schöne Bonn. Und was hat dabei am meisten Spaß gemacht? Richtig! Die Bedienung der Funkgeräte! Von „Please fasten your seatbelts“ bis „Fahrt ihr eigentlich gerne Umwege?“ war so ziemlich alles dabei. Für die Kommunikation ist jedenfalls gesorgt – wie sinnvoll diese gestaltet wird bleibt offen…

Als wir dann vor dem Rathaus nicht mehr der Straße folgten, sondern wie selbstverständlich auf den Marktplatz auf und sogar halsbrecherisch, wie es sich für den unerschrockenen Rallyefahrer gehört, zwischen den Fahnenstangen hindurch fuhren, war das schon ein besonderes Gefühl. Sobald die Kamele sicher standen, jagte ein Programmpunkt den anderen. Herr Reinhard Limbach trat aus dem Rathaus heraus, war direkt für ein Foto bereit und sich für kein Lächeln zu schade. In Sachen Fotos hat unser Team so langsam richtig Übung. Die wichtigste Regel: Immer eine Hand auf die Motorhaube legen – so entsteht die Verbindung zwischen Kamel und Besitzer 😉 Herr Limbach schmückte unsere Begleiter mit den lokalen „Bonn- Freude, Joy, Joie“ – Aufklebern und übergab uns die drei Rosenstöcke, die nun eine lange Reise vor sich haben. Während die Sonne uns einen Vorgeschmack auf das Reisewetter gab, verteilten wir Flyer und Eddings, so dass viele von euch sich auf den Kamelen verewigen konnten. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Schon jetzt freue ich mich darauf in Istanbul eine vertraute Handschrift mit einem schönen Gruß zu betrachten oder die von euch verfassten Wünsche erfüllt zu sehen. VIELEN DANK FÜR EURE IDEEN! Und natürlich eure großzügigen Spenden.
An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an die Stadt Bonn, die uns wirklich einen schönen Termin ermöglicht hat!

Die 45 Minuten gingen natürlich viel zu schnell vorbei. Aber ich denke jeder von uns wird schmunzeln wenn er das nächste Mal über den Bonner Marktplatz läuft…
Das was wir mit auf die Rallye nehmen wollen, unsere Begeisterung für das vor uns liegende Abenteuer, das hatten wir auch am Freitag im Gepäck. Und genau dies mit euch zu teilen war der erste Schritt auf unserer Reise. Der zweite kann kommen, wir sind bereit!

Ein Kaffee auf dem Seitenstreifen

Es war geplant um 10:00 Uhr abzufahren. Es ist dann aber eher 11:00 Uhr geworden. Also eigentlich, alles nach Plan.
Die Autos waren: 01 Daniel und Paul, 02 Felix und Felix und 03 Robertah und Julian.
Nach ausführlichen Verabschiedungen und ein paar videogefilmten Runden durch den Plittersdorfer Kreisel, ging es dann los.
Zumindest bis zum nächsten Rewe. Da haben wir noch ein paar Flaschen Wasser gekauft, getankt und den Reifendruck geprüft.
Der nächste Halt war für kurz nach Wiesbaden geplant. Dort konnten sich auf einem Rastplatz noch schnell Felix T. ortsansässige Eltern von uns und Ihm verabschieden.

Letzte Abschiedsgrüße auf der Raststätte

Letzte Abschiedsgrüße auf der Raststätte

Nach und nach kam dann auch das Rallyegefühl bei uns auf:
Die Autos kennen lernen, Konvoi fahren, über Funk reden, Musik hören, die Landschaft genießen.
Irgendwann kam dann der obligatorische Stau auf der A3. Da werden einem doch die Nachteile von alten Schaltgetrieben bewusst. Auch sah man, dass das Fahrzeug mit dem Rettungssanitäter als einziges eine Rettungsgasse gebildet hat.
Wir hatten gerade darüber diskutiert, ob wir einen Raststettenespresso kaufen, oder lieber selber Kaffee machen sollten,
da fragten Felix und Felix über Funk ganz beiläufig, was es denn hieße, wenn Batterie-, Licht-, Abs- und Scheibenwischerwarnleuchte an gingen.
Es war ja Stau also konnte man schnell anhalten und mal in den Motorraum schauen.
Nach Daniels Gesichtsausdruck zu Urteilen, sah es nicht gut aus.
Also erstmal auf den Seitenstreifen fahren.

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Da standen wir also, nur ein paar Stunden nach Abfahrt. Und wer war Schuld? Der Keilrippenriemen…Den zog Daniel dann nach einer Weile ziemlich zerfleddert aus der Motorhaube heraus. Oder zumindest das was davon übrig war.

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Aber wir wären ja keine echten Rallye Fahrer wenn wir nicht sofort wüssten was zu tun ist. Erstmal Kaffee kochen! Dabei stellten wir fest, dass zu allem Überfluss auch noch der von Julians Freundin liebevoll zusammengestellte Picknick Rucksack ausgelaufen war. Immerhin waren wir somit alle mit einer Aufgabe beschäftigt. Leider stellte sich nach einiger Zeit heraus, dass selbst unser Profi Mechatroniker Daniel an dieser Stelle überfordert war, was nicht zuletzt an einem fehlenden Inbusschlüssel lag. Und so kam es, dass wir tatsächlich ohne einen Tag unterwegs gewesen zu sein, die Abschleppstange heraus holten.

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Im Stau ging es schleichend, von LKWs umzingelt weiter, unser Konvoi löste sich auf. Doch irgendwas fehlte. Und als wir wenig später auf dem nächstgelegenen Parkplatz einer Mercedes-Benz Werkstatt standen, da wussten wir es: Niemand regte sich ernsthaft über die Lage auf. Daran meine Lieben, erkennt man den wahren Rallye Profi: cool bleiben!

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Darauf erstmal ein Stück Kuchen auf dem Werkstatt Parkplatz!

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